17.03.2021 – Der Chef von Delmenhorster Feuerwehr und Rettungsdienst, Holger Klein-Dietz, äußert sich zu Vorwürfen

Die im Zusammenhang mit dem Todesfall eines 19-jährigen Delmenhorsters öffentlich geäußerten Vorwürfe gegen den Rettungsdienst wegen angeblich unterlassener Hilfeleistung weist der Leiter von Delmenhorster Feuerwehr und Rettungsdienst, Holger Klein-Dietz, fassungslos zurück.

Besonders in den sozialen Medien kursierten wilde Spekulationen über die Geschehnisse. Neben der Polizei geriet auch der Rettungsdienst in den Fokus von Vorwürfen. „Solche Anschuldigungen spiegeln in keiner Weise die Professionalität unseres Rettungsdienstes wider und entbehren jeglicher Grundlage. Jede Person, die in Delmenhorst Hilfe benötigt, bekommt diese gleichermaßen“, so Holger Klein-Dietz.

In besonderen Fällen würden Rettungskräfte durch andere Behörden angefordert, um abzuklären, ob eine medizinische Behandlung notwendig sei, heißt es seitens der Feuerwehr. So sei es auch bei dem 19-Jährigen gewesen, nachdem bei dem Polizeieinsatz am 5. März Pfefferspray verwendet worden war. Wenn sich in derartigen Fällen die Sachlage am Ort nicht eindeutig durch die Rettungskräfte klären lässt, werde die Person in ein Krankhaus gebracht und einem Arzt vorgestellt.

Behandlung kann von der betroffenen Person abgelehnt werden
Klein-Dietz erläutert: „Sollte aber eine Person im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte nicht in akuter Lebensgefahr schweben, kann diese eine Behandlung oder einen Transport in ein Krankenhaus verweigern. Dieser Bitte müssen die Einsatzkräfte dann auch nachkommen.“ So sei es auch in diesem Fall gewesen, so der Feuerwehr-Chef.

Keine Getränke an Bord
Vorwürfe von Zeugen, dass der Rettungsdienst die Bitte des 19-jährigen nach Wasser zum Trinken abgelehnt habe, nennt Klein-Dietz aus dem Zusammenhang gerissen. „Der Rettungsdienst führt keine Getränke oder gar Speisen mit, um überhaupt einer solchen Bitte nachkommen zu können“, erklärt er.

Die Polemik ist für den Feuerwehr- und Rettungsdienst-Chef nicht nachvollziehbar. Bei aller Emotionalität appelliert er an alle Beteiligten, die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Ruhe abzuwarten. Es gelte: Alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt können sich eines qualifizierten Rettungsdienstes rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr sicher sein.

Quelle:Delmenews
Link: Delmenews

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Veröffentlicht von

Thomas Giehl

Thomas Giehl

Leiter Öffentlichkeitsarbeit im OFV, AK Sprecher Internet im OFV, Bezirkspressewart des LFV - Bereich Weser Ems, stellv. KPW im KFV CLP, Internetbeauftragter im KFV CLP,