17.09.2019 – Übung im Windpark Huntorf

Elsfleth-Huntorf (Landkreis Wesermarsch) Im Rahmen des Ausbildungsdienstes hat die Feuerwehr Altenhuntorf am 17-09-2019 eine sehr aufwendige Einsatzübung durchgeführt.

Bild: Bildunterschrift Bild 3: An vielen einzelnen Stellen gab es auf dem Platz vor der Windenergieanlage Einsatzszenarien abzuarbeiten.

Im Dienstplan stand lediglich das Thema „kleine Einsatzübungen“. Das diese kleinen Übungen aber vom Übungsplaner in eine große Gesamtübung untergebracht wurden ahnte zuvor niemand. Das Szenario hatte es in sich. Bei Wartungsarbeiten in einer Windenergieanlage kam es zu einem Schwelbrand im Hochvoltbereich der Anlage welcher eine starke Rauchentwicklung in den Turm trieb. Ein Mitarbeiter, der sich zu dem Zeitpunkt in der Gondel befand, machte sich an den Abstieg, über die Leiter im Turm, und blieb aufgrund der Rauchentwicklung bewusstlos in ca. 12 Metern Höhe in seinem Sicherungsgeschirr in der Leiter hängen.

Bild: Eine Verkettung unglücklicher Umstände führte zu einem sehr spektakulären Übungsszenarium im Windpark Huntorf.

Ein weiterer Kollege, der gerade vor der Anlage Baustahlmatten durchgeflext hat, erschrak sich und flexte dabei versehentlich in ein Dieselfass woraufhin das Fass eine Leckage hatte. Vor Schreck stürzte er rücklings in eine aus der Erde ragende Baustahlstange und erlitt eine Pfählungsverletzung. Ein weiterer Kollege wollte den Notruf absetzen und ist um besseren Handyempfang zu haben auf eine dort abgestellte landwirtschaftliche Walze geklettert, heruntergefallen und unter dieser, daraufhin ins Rollen gekommene Walze, eingeklemmt worden. Alle Opfer waren durch Übungspuppen dargestellt. Der Betreiber der Windenergieanlage spielte einen vierten Techniker der den Einsatzkräften als Ansprechpartner zur Verfügung stand. Die Übung sollte zeitlich realitätsnah ausgeführt werden. So kam es das die Fahrzeuge mit wenigen Minuten Abstand die Einsatzstelle anfuhren. Die Zugführer und Gruppenführer erkundeten die einzelnen Abschnitte und priorisierten die Gefahren, von denen noch einige weitere, wie eine abgestellte Gasflasche oder offene Kabel sowie ein Gefahrgutbehälter, im Szenario versteckt waren. Bei diesen Rettungsmaßnahmen wurden ein Großteil der Gerätschaften von den Einsatzfahrzeugen eingesetzt. Vom Löschangriff mit Schaum, über die Hebekissen, Stempel, Rettungsschere, Beleuchtungsgerät, Erste Hilfematerial und vielem mehr wurden viele Geräte eingesetzt. Neben der Priorisierung der einzelnen Einsatzabschnitte war genau dieses auch das Ziel der Übung. Es sollten möglichst viele Geräte unter realitätsnahen Bedingungen „beübt“ werden. Am schwierigsten war dabei die Rettung der Person aus der Leiter der Windkraftanlage unter Atemschutz. Im Nachgang waren sich alle einig das es wichtig war so etwas einmal zu üben. Der Betreiber des Windpark Huntorf bedankte sich bei der Feuerwehr dafür, dass die Übung in der Windenergieanlage durchgeführt wurde. Im Anschluss an der Übung führte er alle beteiligten durch die Anlage und erklärte diese ausführlich. Er sprach noch aus, dass er sehr beeindruckt ist mit welcher Technik die Feuerwehr ausgestattet ist.

Text und Bilder: Stefan Wilken, Stadtpressewart FF Elsfleth

Link: FF Elsfleth

 

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Veröffentlicht von

Thomas Giehl

Thomas Giehl

Leiter Öffentlichkeitsarbeit im OFV, AK Sprecher Internet im OFV, Bezirkspressewart des LFV - Bereich Weser Ems, stellv. KPW im KFV CLP, Internetbeauftragter im KFV CLP,