Bad Zwischenahn (Lk Ammerland) – Zwischen 15:36 Uhr und 16:14 Uhr am 13.08.2026 gingen bei der Leitstelle in Oldenburg mehrere Meldungen von Böschungsbränden ein.

Eine festgestellte Bremse eines Güterzugs entzündete durch Funkenflug einige Feuer entlang der Bahnstrecke von Bad Zwischenahn bis Westerholzfelde. Alle Feuerwehren der Gemeinde Bad Zwischenahn wurden alarmiert. Zur Unterstützung rückten weitere Einsatzkräfte aus der Gemeinde Edewecht und Oldenburg an. Ebenfalls vor Ort der Notfallmanager der Bahn und Kräfte der Polizei. Am Bahnübergang in Kayhauserfeld koordinierte die Feuerwehr die Löscharbeiten auf der doch sehr langen Strecke, die größere und kleine Feuer gefangen hatte. Mit Hilfe von Treckern und großen Güllefässern, die an den Böschungen vorbeifahren konnten, verhinderte man ein wiederaufflammen der Feuer. Schnell hatte man die Situation unter Kontrolle und die Feuerwehren konnten “Feuer aus” melden. Auf dem betroffenen Bahnabschnitt in Richtung Bad Zwischenahn hatte man Stellen, denen man zu Fuß und mit einem Fass voll Wasser zu Leibe rückte. Während der Löscharbeiten waren alle Bahnübergänge gesperrt. Zum Einsatz kam auch die Drohnengruppe mit Drohnen sowie der Hubschrauber der Polizei – so hatte man auch alles von oben unter Kontrolle.
Die langen Löscharbeiten bei den hohen Temperaturen machten es nötig, Einsatzkräfte aus Apen nachzufordern. Das DRK übernahm die Verpflegung. Die Bahnübergänge wurden wieder frei gegeben und die Einsatzstelle an die Bahn übergeben. Der Güterzug stand während der ganzen Zeit in Höhe des Woldsees. Eine Überprüfung hatte ergeben, dass der beschädigte Zug nicht eigenständig die Fahrt wieder aufnehmen konnte und Teile ausgetauscht werden mussten. Die Arbeiten dauerten an. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Es gab keine Personen- und Gebäudeschäden.
Foto: Jan Kortkamp
Bericht: Monika Stamer
