23.06.2026 – Umfangreicher Dachstuhlbrand bei hochsommerlicher Temperatur in Oldenburg

Stadt Oldenburg – Am 23.06.2026 wurde zunächst die Berufsfeuerwehr mit dem Stichwort F2 und dem Hinweis „Rauchentwicklung auf dem Dach“ in die Hans-Fleischer-Straße in Oldenburg alarmiert.

Aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung erhöhte der Einsatzleiter das Stichwort bereits auf Anfahrt auf F3, im weiteren Verlauf wurden alle Freiwilligen Feuerwehren in den Einsatz gezogen. Zunächst wurde die Räumung des viergeschossigen Gebäudes eingeleitet. Diese gestaltete sich aufgrund der hohen Anzahl an Apartments schwierig. Mehrere Bewohner nahmen die Räumungsmaßnahme der Feuerwehr nicht wahr und erschienen unerwartet, während des weiteren Einsatzverlaufes in der Einsatzstelle. Auf die rasante Brandausbreitung im Dachstuhl wurde mit einer massiven Riegelstellung reagiert, die schließlich Wirkung zeigte. Große Mengen an Material, die auf dem Dachboden lagerten, machten einen langwierigen Löscheinsatz notwendig. Insgesamt wurden rund 40 Atemluftflaschen verbraucht. Die Maßnahmen der Feuerwehr endeten mit den letzten Nachlöscharbeiten kurz vor Mitternacht.

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Aufgrund der hohen Temperatur von rund 30°C wurde frühzeitig eine Versorgungsstelle eingerichtet. Während des Einsatzes wurden Einsatzkräfte und Bewohner durch das DRK Oldenburg und Ammerland mit Unterstützung eines nahegelegenen Supermarktes versorgt. Für die Betreuung der Bewohner stand zudem ein Bus der VWG Oldenburg zur Verfügung. Eine PSNV-Einheit der Johanniter Oldenburg wurde alarmiert, da einige Bewohner durch das Ereignis erheblich belastet waren. Da die Bewohner viele Haustiere hielten, wurde auch das Tierheim mit in den Einsatz einbezogen. Rund 20 Katzen, mehrere Meerschweinchen und ein Igel wurden ins Tierheim gebracht. Exoten, wie Kröten, Schlangen, Vogelspinnen und Bartagamen konnten direkt Ihren Eigentümern übergeben werden. In Folge des Feuers und durch eindringendes Löschwasser wurden mehrere Wohnungen unbewohnbar.

Zusätzlich mussten Strom und Wasser im Gebäude abgeschaltet werden, sodass sich in der Folge eine Umfangreiche Betreuungslage entwickelte. Zwar konnten die meisten Bewohner selbstständig eine vorübergehende Unterkunft organisieren, etwa 30 Bewohner wurden jedoch für mehrere Tage in der Katastrophenschutz-Unterkunft des DRK Oldenburg untergebracht.

Während des Feuerwehreinsatzes stellten die Teileinheiten der Freiwilligen Feuerwehren Wardenburg, Stadtmitte und Ohmstede den Brandschutz für das Stadtgebiet sicher. Diese Kräfte wurden währenddessen zu mehreren Einsätzen alarmiert: zweimal zu „Person im Aufzug“ sowie zu einem ausgelösten Heimrauchmelder und einer ausgelösten Brandmeldeanlage.

Text: Oliver Schweder

Bilder: Drohneneinheit der Feuerwehr Oldenburg, Feuerwehr Oldenburg

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