17.05.2026 – Dachstuhlbrand fordert umfangreichen Feuerwehreinsatz – Über 1.600 Meter Schlauchleitung zur Sicherstellung der Wasserversorgung

Goldenstedt (LK Vechta) – 17. Mai 2026 – Ein ausgedehnter Dachstuhlbrand hat in den frühen Morgenstunden des 17. Mai die Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren im Landkreis Vechta gefordert.

Bereits auf der Anfahrt war die Brandausbreitung deutlich sichtbar, sodass das der ursprünglich gemeldete Zimmerbrand (Feuer 2) noch vor Eintreffen der ersten Kräfte auf die Alarmstufe Feuer 3 erhöht werden musste. Durch das schnelle und koordinierte Vorgehen konnte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Stallungen verhindert werden.

Lage bei Eintreffen: Um 04:43 Uhr wurden die ersten Einsatzkräfte zunächst zu einem Feuer 2 (Zimmerbrand) alarmiert. Bereits während der Anfahrt zeigte sich jedoch eine erhebliche Brandausbreitung. Die Einsatzstelle war weithin sichtbar, weshalb das Einsatzstichwort noch vor dem Eintreffen auf „Feuer 3 – Dachstuhlbrand“ erhöht wurde. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand das betroffene Wohnhaus bereits in Vollbrand. Die zeitgleich eingetroffene Polizei konnte keine Hinweise auf gemeldete Bewohner an der Einsatzadresse geben. Dennoch wurde unverzüglich ein Innenangriff unter Atemschutz eingeleitet, um eine mögliche Menschenrettung auszuschließen und erste Maßnahmen zur Brandbekämpfung vorzunehmen.

Innenangriff aufgrund extremer Hitze abgebrochen

Der vorgehende Angriffstrupp drang unter Atemschutz in das Gebäude ein. Aufgrund der bereits weit fortgeschrittenen Brandentwicklung und der enormen Wärmebelastung musste der Innenangriff jedoch frühzeitig abgebrochen werden. Die Einsatzleitung entschied sich daraufhin für einen umfassenden Außenangriff. Zur Unterstützung wurden zusätzliche Kräfte der Feuerwehr Lutten mit weiteren Strahlrohren sowie die Feuerwehr Vechta mit ihrer Drehleiter eingesetzt. Durch den koordinierten Löschangriff von mehreren Seiten gelang es, die Flammen einzudämmen und insbesondere die unmittelbar angrenzenden Stallgebäude wirksam zu schützen.

Aufwendige Wasserversorgung über lange Wegstrecken

Eine besondere Herausforderung stellte die Sicherstellung der Löschwasserversorgung dar. Um die für den umfangreichen Löschangriff erforderlichen Wassermengen bereitstellen zu können, mussten insgesamt mehr als 1.600 Meter Schlauchleitung verlegt werden. Zusätzlich wurden die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren Visbek und Langförden nachalarmiert. Durch die Kombination aus langer Förderstrecke und Pendelverkehr der Tanklöschfahrzeuge konnte die Wasserversorgung während des gesamten Einsatzverlaufs sichergestellt werden.

Schaumeinsatz und Abbrucharbeiten

Da das Gebäude im weiteren Verlauf zunehmend einsturzgefährdet war und ein sicherer Zugang zu großen Teilen des Objektes nicht mehr möglich erschien, wurde die Brandbekämpfung überwiegend von außen fortgeführt. Dabei kam auch Löschschaum zum Einsatz, um versteckte Glutnester in den Trümmerbereichen wirksam zu erreichen und eine Wiederentzündung zu verhindern. Parallel dazu wurde die EWE zur Trennung der Energieversorgung hinzugezogen. Nach Abschluss dieser Sicherungsmaßnahmen unterstützte ein Bagger die Einsatzkräfte bei den Abbrucharbeiten. Insbesondere der einsturzgefährdete Giebel musste kontrolliert zurückgebaut werden, um verbleibende Brandnester freizulegen und die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten.

Langwierige Nachlöscharbeiten

Nachdem die überörtlich eingesetzten Feuerwehren ihre Maßnahmen abgeschlossen hatten, verblieben die örtlichen Kräfte an der Einsatzstelle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den Nachmittag hinein. Dabei mussten immer wieder Glutnester lokalisiert und abgelöscht werden. Eine erneute Kontrolle des Brandobjektes am Abend ergab keine weiteren Auffälligkeiten. Zusätzliche Brandherde konnten nicht festgestellt werden, sodass der Einsatz endgültig beendet werden konnte.

Umfassende Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen

Neben den eingesetzten Feuerwehren waren weitere Organisationen in die Einsatzbewältigung eingebunden. Für die Verpflegung und Betreuung der Einsatzkräfte wurde das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Vechta, alarmiert. Darüber hinaus standen der Rettungsdienst des Landkreises Vechta sowie die Schnelleinsatzgruppe (SEG) der Malteser aus Lutten zur Absicherung des Einsatzes bereit. Der Einsatz verdeutlicht die Bedeutung einer frühzeitigen Lageanpassung, einer leistungsfähigen Löschwasserversorgung sowie der engen Zusammenarbeit verschiedener Feuerwehren und Hilfsorganisationen bei Großbränden. Insbesondere die erfolgreiche Verhinderung eines Flammenüberschlags auf die benachbarten Stallungen kann als wesentlicher Einsatzerfolg gewertet werden.

 

Fotos: A. Weber, N. Berlin (beide Feuerwehr Goldenstedt)

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