27.09.2014 – Dienstbesprechung der Gefahrgutführer in Ganderkesee

OFV AK Gefahrgutführer tagten in der FTZ Ganderkesee

Schwerpunkt u.a. Gefahren und Maßnahmen bei Pandemien

Ganderkesee (LK Oldenburg) – Zu einer Dienstbesprechung hatte Klaus Münzer, Sprecher des Arbeitskreises (AK) Gefahrgut im OFV zahlreiche Teilnehmer aus den Feuerwehren nach Ganderkesee in die Feuerwehr Technische Zentral (FTZ) eingeladen. RBM und Vorsitzender des OFV Dieter Schnittjer nahm an dieser Besprechung zeitweise teil.
Klaus Münzer gab personelle Veränderungen bekannt. In Oldenburg wurde Mark Gentschik als neuer Zugführer für den Gefahrgutzug benannt und Dr. Walter Harms konnte als Fachberater für ionisierende Strahlung gewonnen werden.
Der Landkreis Friesland konnte einen Dr. in Physik von der Uni Bremen als Fachberater für Chemie gewinnen.
In Wilhelmshaven steht Dr. Abel als Fachberater zur Verfügung und die Bundeswehr hat eine 24-Stunden Rufbereitschaft zugesagt.

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von links (Diensthemd) Carsten Prellberg (NABK) und Klaus Münzer.

Schwerpunkte dieser Dienstbesprechung waren die Gefahren und Maßnahmen bei Pandemien, insbesondere aktuell bei Ebola. Außerdem wurden die Ergebnisse vom Vergleich von Schaummittel und die Unterstützungsgruppen der Berufsfeuerwehren Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven vorgestellt.

DSC_0037  links: Klaus Münzer, Sprecher AK.

Sehr eindrucksvoll schilderte Klaus Münzer die Gefahren bei Pandemien. Beim aktuellen Ebola-Fieber erfolgt die Übertragung von Viren über Tröpfchen, direkter Körperkontakt, über Blut und weiteren Körperflüssigkeiten. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 21 Tage. Eine echte Heilung ist nicht möglich, es werden die Symptome der Krankheit behandelt.
Über den Gefahrguttag in Hamburg referierte Dr. Kerstin Pralle. Der Schwerpunkt lag auf biologischen Gefahren. Die Schutzanzüge Tychem ProChem 3 wurde von Lars Teichert (BF Delmenhorst) vorgestellt. Hier erscheint es problematisch zu sein, ausreichend medizinisch ausgebildetes Personal vor zu halten, welche auch die G 26-3 Tauglichkeit besitzen.

DSC_0016  Pausengespräch.

Die nächste Dienstbesprechung ist für März 2015 in der FTZ Elmendorf, Landkreis Ammerland vorgesehen.

Text & Fotos: Ulf Masemann

 

17.09.2014 – Einkaufszentrum niedergebrannt

Fünf Geschäfte durch Großfeuer niedergebrannt

Keine Verletzten aber fünf Millionen Schaden

Delmenhorst – Am späten Mittwochabend, gegen 22.18 Uhr, wurde die Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehr Süd und Ortsfeuerwehr Stadt, der Einsatzleitdienst sowie der Rettungsdienst zu einem Brand an der Annenheider Straße alarmiert. Die Brandmeldeanlage hatte dort ausgelöst.
Aufgrund der zahlreichen, besorgten Anrufer, erhöhte die Großleitstelle Oldenburger Land das Einsatzstichwort und alarmierte die Ortsfeuerwehr Hasbergen zum Großbrand hinzu.
Die ersten Einsatzkräfte trafen wenige Minuten später am Einsatzort ein.
Ein Teil des Gebäudekomplexes, der Getränkemarkt, stand bereits im Vollbrand. Weitere Geschäfte zu beiden Seiten, wie ein Baumarkt, Textildiscounter, Bäcker und ein Imbiss, hatten bereits Feuer gefangen. Ein Innenangriff war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.

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Durch den massiven Einsatz von Feuerwehrkräften, zahlreichen Strahlrohren sowie über die Wenderohre von zwei Drehleitern, wurde der Gebäudebrand von allen Seiten bekämpft. Das Niederbrennen der angrenzenden Geschäfte konnte nicht mehr verhindert werden, sie wurden durch das Feuer komplett zerstört.

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Die Feuerwehr Groß-Mackenstedt wurde zur weiteren Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte angefordert und übernahm einen Brandabschnitt.
Ein Übergreifen des Brandes auf einen weiteren Discounter, konnte durch eine Riegelstellung, verhindert werden. Angrenzende Baumkronen wurden durch die Hitzestrahlung in Mitleidenschaft gezogen. Gegen 23.07 Uhr war der Brand teilweise unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten begannen gegen 3.30 Uhr und zogen sich bis in den frühen Morgenstunden des folgenden Tages hin.

Die Einsatzstelle wurde großräumig abgesperrt, um zahlreich Schaulustigen fern zu halten. Während des Brandes war die Annenheider Straße im Bereich des Einkaufszentrums komplett gesperrt. In den folgenden Vormittagsstunden kam es noch zu Einschränkungen des Verkehrs.
Beim Brand wurden keine Personen verletzt. Die Höhe des Gebäudeschadens wird auf fünf Millionen geschätzt. Als Brandursache wird von Brandstiftung ausgegangen. Dies wurde von den Sachverständigen festgestellt

Eingesetzte Kräfte:
Feuerwehr Delmenhorst mit Berufsfeuerwehr, Ortsfeuerwehren Stadt, Süd, Hasbergen und die Feuerwehr Groß Mackenstedt mit insgesamt 35 Fahrzeugen und 150 Einsatzkräften.
Darüber hinaus war an der Einsatzstelle die SEG des DRK Delmenhorst tätig. Ebenso waren zahlreiche Einsatzbeamte der Polizei am Einsatzort.

Da die Einsatzkräfte gesamten Feuerwehr der Stadt Delmenhorst beim Großbrand gebunden war, wurde, um für weitere Bränden in der Stadt reagieren zu können, aus dem Landkreis Oldenburg weitere Feuerwehren in Bereitschaft versetzt. Tatsächlich brannte es am Niedersachendamm, ein Pkw geriet dort in Brand.

Text & Fotos: Ulf Masemann

11.09.2014 – Junger Autofahrer prallt mit Pkw gegen Baum

Junger Autofahrer prallte mit seinem Pkw gegen einen Straßenbaum

Fahrzeugführer in seinem Fahrzeug eingeklemmt

Dötlingen (LK Oldenburg) – Gegen 14:00 Uhr ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall in der Gemeinde Dötlingen im Ortsteil Iserloy (Landkreis Oldenburg), wo ein junger Autofahrer mit seinem VW Lupo gegen einen massiven Straßenbaum prallte und verstarb. Wie die Polizei berichtet, war der 22-jährige Mann von Aschenstedt kommend in Richtung B213 Hockensberg (Gemeinde Dötlingen) gefahren. Aus noch bisher ungeklärter Ursache kam er hinter Iserloy rechts von Fahrbahn ab und wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt.

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Die alarmierten Feuerwehren aus Neerstedt und Brettorf sowie der Rettungsdienst der Malteser aus Wildeshausen und der Notarzt waren sehr schnell am Unfallort. Leider konnten sie dem jungen Mann nicht mehr helfen. Die Feuerwehr Neerstedt setzte schweres Gerät ein, damit der Mann aus dem Auto befreit werden konnte.

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Das Trümmerfeld war groß, so dass Trümmerteile weit über die Straße verstreut lagen. Auch der Motorblock war aus dem Auto gerissen und blieb 10 Meter weiter auf dem Grünstreifen liegen.

Die Polizei hat umfangreiche Ermittlungen aufgenommen um die zur Unfallursache zu klären. Die Iserloyer Straße musste mehrere Stunden zur Durchführung polizeilicher Maßnahmen voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde umgeleitet. Die Feuerwehren Neerstedt und Brettorf waren mit 26 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen im Einsatz.

Text & Fotos: Uwe Arndt