10.10.2014 – Einsatzübung bei Rügenwalder

„ Rügenwalder“ Firmengelände wird zum Übungsobjekt der Zwischenahner Feuerwehren

Bad Zwischenahn (LK Ammerland) – Eine Auslösung der Brandmeldeanlage gab es bei der Firma „Rügenwalder“ im Gewerbegebiet von Kayhauserfeld. Grund war eine starke Rauchentwicklung im Neubau.

Nach Eintreffen der Einheiten Kayhauserfeld und Aschhausen, in dessen Löschbezirk sich das Objekt befindet, verschaffte sich der Gruppenführer einen Überblick über die Lage. Nach Angaben von Firmenangehörigen wurden 38 Mitarbeiter vermisst, welche zum Teil im Gebäude eingeschlossen, sich aber auch teilweise auf das Dach gerettet hatten. Umgehend wurden zur Unterstützung alle Feuerwehren der Gemeinde und die Drehleiter der Technischen Zentrale Elmendorf angefordert. Auch Kräfte des Rettungsdienstes wurden nachalarmiert.

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Mit Hilfe der Drehleiter wurden die „verletzten“ Personen vom Dach gerettet.

Die ersten Einsatzkräfte begannen an der Einsatzstelle unverzüglich mit der Menschenrettung und dem Aufbau der Löschwasserversorgung. Bei Ankunft der nachalarmierten Einheiten wurden diese entsprechend der Lage von der Einsatzleitung mit dem Auftrag zur Menschenrettung, Löschwasserversorgung oder Brandbekämpfung eingeteilt. Mit Hilfe des Rettungsdienstes wurde ein Verletzten-Sammelplatz eingerichtet.

Parallel wurden die entsprechenden Einsatzbefehle abgearbeitet. Unter Atemschutz wurden die einzelnen Bereiche des Gebäudes abgesucht und aufgefundene Personen ins Freie gebracht. Hier wurden sie an den Rettungsdienst übergeben. Die drei Personen, die sich auf das Dach gerettet hatten, mussten über die Drehleiter aus ihrer Lage befreit werden. An mehreren Stellen wurde ein massiver Löschangriff durchgeführt. Ca. 150 Einsatzkräfte der Feuerwehren Aschhausen, Bad Zwischenahn, Dänikhorst, Elmendorf, Kayhauserfeld, Ofen, Ohrwege, Petersfehn und des DRK hatten alle Hände voll zu tun.

Nach rund eineinhalb Stunden war der Einsatz beendet – ein Einsatz der in diesem Fall eine großangelegte Einsatzübung war. Im Vordergrund dieser Übung stand weniger die Brandbekämpfung, sondern die Suche und Rettung von Personen bei einem Objekt dieser Größe mit Hilfe von Laufkarten.

Beteiligt waren ebenfalls 35 Mädchen und Jungs der Jugendfeuerwehren Dänikhorst und Elmendorf und drei Freiwillige, die die „Verletzten“ mimten. Zu den Beobachtern des Geschehens gehörten neben der Familie Rauffus und einigen Mitarbeitern auch der Initiator dieser Übung – der Gemeindebrandmeister Heino Brüntjen, sein Stellvertreter Hartmut Schaffer und Kreisbrandmeister Johann Westendorf. Als Vertreter der Gemeindeverwaltung machten sich Bürgermeister Dr. Arno Schilling und Sachbearbeiterin Andrea Kleemann ein Bild über die Zusammenarbeit aller Zwischenahner Feuerwehren. Bei der Nachbesprechung zeigten sich die Übungsbeobachter zufrieden mit der geleisteten Arbeit.

Ein besonderer Dank geht an die Familie Rauffus, die das Firmengelände zur Verfügung gestellt und zur Abschlussbesprechung für alle Beteiligten die Verpflegung übernommen hat.

Text & Bild: Monika Stamer, GPW

 

09.10.2014 – Brand in einer Blockhaussauna

Starke Rauchentwicklung erschwert Brandbekämpfung

Bad Zwischenahn (LK Ammerland) – Zu einem Brand wurden die Feuerwehreinheiten Aschhausen, Bad Zwischenahn und Kayhauserfeld im Außenbereich eines Wellness-Hotels in Bad Zwischenahn gerufen. Hier war die Blockhaussauna aus noch ungeklärter Ursache kurz nach Inbetriebnahme in Brand geraten.
Schon wenige Minuten nach der Alarmierung waren rund 35 Einsatzkräfte vor Ort. Umgehend wurde die Wasserversorgung aufgebaut und mit den Löscharbeiten von allen Seiten begonnen.

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Unter schweren Atemschutz gingen die Einsatzkräfte zur Brandbekämpfung vor.

Erschwert wurden die Arbeiten durch eine extreme Rauchentwicklung und dem hartnäckig Widerstand leistenden Brandherd in den Zwischendecken. Um bis dorthin vordringen zu können, mussten Einsatzkräfte das Dach des Blockhauses und die Innenverkleidung öffnen. Nach rund zweieinhalb Stunden, einigen Litern Wasser und Schaum gelang es den Einsatzkräften den Brand zu löschen und ein Ausbreiten des Feuers auf den benachbarten Gebäudetrakt zu verhindern. Hier konnte durch schließen von Fenstern und Türen eine Evakuierung verhindert werden. Das dort untergebrachte Schwimmbad und ein Flur wurden nur leicht verqualmt, diese wurden im Anschluss von der Feuerwehr belüftet und waren zur weiteren Nutzung wieder freigegeben. Weitere Bereiche des Hotels waren nicht betroffen.
Ebenfalls vor Ort waren Polizei und Rettungsdienst. Personen kamen nicht zu Schaden.

Text / Bild: Monika Stamer, GPW

27.09.2014 – Dienstbesprechung der Gefahrgutführer in Ganderkesee

OFV AK Gefahrgutführer tagten in der FTZ Ganderkesee

Schwerpunkt u.a. Gefahren und Maßnahmen bei Pandemien

Ganderkesee (LK Oldenburg) – Zu einer Dienstbesprechung hatte Klaus Münzer, Sprecher des Arbeitskreises (AK) Gefahrgut im OFV zahlreiche Teilnehmer aus den Feuerwehren nach Ganderkesee in die Feuerwehr Technische Zentral (FTZ) eingeladen. RBM und Vorsitzender des OFV Dieter Schnittjer nahm an dieser Besprechung zeitweise teil.
Klaus Münzer gab personelle Veränderungen bekannt. In Oldenburg wurde Mark Gentschik als neuer Zugführer für den Gefahrgutzug benannt und Dr. Walter Harms konnte als Fachberater für ionisierende Strahlung gewonnen werden.
Der Landkreis Friesland konnte einen Dr. in Physik von der Uni Bremen als Fachberater für Chemie gewinnen.
In Wilhelmshaven steht Dr. Abel als Fachberater zur Verfügung und die Bundeswehr hat eine 24-Stunden Rufbereitschaft zugesagt.

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von links (Diensthemd) Carsten Prellberg (NABK) und Klaus Münzer.

Schwerpunkte dieser Dienstbesprechung waren die Gefahren und Maßnahmen bei Pandemien, insbesondere aktuell bei Ebola. Außerdem wurden die Ergebnisse vom Vergleich von Schaummittel und die Unterstützungsgruppen der Berufsfeuerwehren Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven vorgestellt.

DSC_0037  links: Klaus Münzer, Sprecher AK.

Sehr eindrucksvoll schilderte Klaus Münzer die Gefahren bei Pandemien. Beim aktuellen Ebola-Fieber erfolgt die Übertragung von Viren über Tröpfchen, direkter Körperkontakt, über Blut und weiteren Körperflüssigkeiten. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 21 Tage. Eine echte Heilung ist nicht möglich, es werden die Symptome der Krankheit behandelt.
Über den Gefahrguttag in Hamburg referierte Dr. Kerstin Pralle. Der Schwerpunkt lag auf biologischen Gefahren. Die Schutzanzüge Tychem ProChem 3 wurde von Lars Teichert (BF Delmenhorst) vorgestellt. Hier erscheint es problematisch zu sein, ausreichend medizinisch ausgebildetes Personal vor zu halten, welche auch die G 26-3 Tauglichkeit besitzen.

DSC_0016  Pausengespräch.

Die nächste Dienstbesprechung ist für März 2015 in der FTZ Elmendorf, Landkreis Ammerland vorgesehen.

Text & Fotos: Ulf Masemann

 

17.09.2014 – Einkaufszentrum niedergebrannt

Fünf Geschäfte durch Großfeuer niedergebrannt

Keine Verletzten aber fünf Millionen Schaden

Delmenhorst – Am späten Mittwochabend, gegen 22.18 Uhr, wurde die Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehr Süd und Ortsfeuerwehr Stadt, der Einsatzleitdienst sowie der Rettungsdienst zu einem Brand an der Annenheider Straße alarmiert. Die Brandmeldeanlage hatte dort ausgelöst.
Aufgrund der zahlreichen, besorgten Anrufer, erhöhte die Großleitstelle Oldenburger Land das Einsatzstichwort und alarmierte die Ortsfeuerwehr Hasbergen zum Großbrand hinzu.
Die ersten Einsatzkräfte trafen wenige Minuten später am Einsatzort ein.
Ein Teil des Gebäudekomplexes, der Getränkemarkt, stand bereits im Vollbrand. Weitere Geschäfte zu beiden Seiten, wie ein Baumarkt, Textildiscounter, Bäcker und ein Imbiss, hatten bereits Feuer gefangen. Ein Innenangriff war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.

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Durch den massiven Einsatz von Feuerwehrkräften, zahlreichen Strahlrohren sowie über die Wenderohre von zwei Drehleitern, wurde der Gebäudebrand von allen Seiten bekämpft. Das Niederbrennen der angrenzenden Geschäfte konnte nicht mehr verhindert werden, sie wurden durch das Feuer komplett zerstört.

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Die Feuerwehr Groß-Mackenstedt wurde zur weiteren Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte angefordert und übernahm einen Brandabschnitt.
Ein Übergreifen des Brandes auf einen weiteren Discounter, konnte durch eine Riegelstellung, verhindert werden. Angrenzende Baumkronen wurden durch die Hitzestrahlung in Mitleidenschaft gezogen. Gegen 23.07 Uhr war der Brand teilweise unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten begannen gegen 3.30 Uhr und zogen sich bis in den frühen Morgenstunden des folgenden Tages hin.

Die Einsatzstelle wurde großräumig abgesperrt, um zahlreich Schaulustigen fern zu halten. Während des Brandes war die Annenheider Straße im Bereich des Einkaufszentrums komplett gesperrt. In den folgenden Vormittagsstunden kam es noch zu Einschränkungen des Verkehrs.
Beim Brand wurden keine Personen verletzt. Die Höhe des Gebäudeschadens wird auf fünf Millionen geschätzt. Als Brandursache wird von Brandstiftung ausgegangen. Dies wurde von den Sachverständigen festgestellt

Eingesetzte Kräfte:
Feuerwehr Delmenhorst mit Berufsfeuerwehr, Ortsfeuerwehren Stadt, Süd, Hasbergen und die Feuerwehr Groß Mackenstedt mit insgesamt 35 Fahrzeugen und 150 Einsatzkräften.
Darüber hinaus war an der Einsatzstelle die SEG des DRK Delmenhorst tätig. Ebenso waren zahlreiche Einsatzbeamte der Polizei am Einsatzort.

Da die Einsatzkräfte gesamten Feuerwehr der Stadt Delmenhorst beim Großbrand gebunden war, wurde, um für weitere Bränden in der Stadt reagieren zu können, aus dem Landkreis Oldenburg weitere Feuerwehren in Bereitschaft versetzt. Tatsächlich brannte es am Niedersachendamm, ein Pkw geriet dort in Brand.

Text & Fotos: Ulf Masemann