26.01.2018 – Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Altmoorhausen

Altmoorhausen – Anlässlich der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Altmoorhausen blickte Ortsbrandmeister Andreas Wicht auf ein sehr arbeitsreiches Jahr zurück.

Bild von links: Frank Hattendorf, Stephan Kaiser, Günther Deharde, Andreas Wicht, Nicole Sudhop, Tim Haverkamp, Anke Rüdiger, Niklas Wiese, Sabrina Borchers, Marcel Deharde, Stefanie Köhrmann, Holger Lebedinzew

 

„In 2017 war wirklich alles dabei, was man sich in der Feuerwehrarbeit vorstellen kann“, sagte er. Besonders die zahlreichen Einsätze waren eine Herausforderung für die 53 aktiven Feuerwehrkameraden der Altmoorhauser Wehr. Gleich zu Beginn des letzten Jahres gab es einen großen Gefahrguteinsatz im angrenzenden Gewerbegebiet. Dies war der größte Einsatz seiner Art in den letzten 20 Jahren im Landkreis Oldenburg. Doch auch unglaublich viele Sturmeinsätze hatten die Kameraden zu bewältigen. Dabei bewährte sich jedoch auch gleich der neue Einsatzleittisch im Feuerwehrhaus. Von dort aus konnten die zahlreichen Einsätze koordiniert werden. Aber auch acht schwere Verkehrsunfälle galt es im letzten Jahr abzuarbeiten, genauso wie Brandeinsätze und weitere Hilfeleistungen. Insgesamt kam die Feuerwehr Altmoorhausen so auf 95 Einsätze in 2017, die mit 1397,67 Stunden zu Buche schlugen. Hinzu kamen zahlreiche Übungsdienste und Lehrgänge mit 5234,15 Stunden, was zu einer Gesamtsumme von 6631,82 Stunden ehrenamtlicher Arbeit der Feuerwehrleute führte. Dieses große Engagement lobte der Huder Bürgermeister Holger Lebedinzew in seinen Grußworten an die Kameraden. Er wies darauf hin, dass das, was die Feuerwehrleute machen, nicht jeder kann und in der heutigen Zeit, in der jeder unter einem enormen Leistungsdruck steht, nicht selbstverständlich ist.

Bild von links: Frank Hattendorf, Stephan Schütte, Wilhelm Voß, Werner Osterloh, Birthe Meidl, Holger Lebedinzew, Andreas Wicht

Um gute Feuerwehrarbeit leisten zu können, erfordere es eine ständige Aus- und Weiterbildung, er appellierte an die Kameraden, auch weiterhin zahlreich zu den Übungsdiensten zu erscheinen. Um den Feuerwehrleuten die Arbeit zu erleichtern und ein Miteinander zu verbessern, wurde in der Gemeinde Hude ein Fragebogen zur Zufriedenheit in der Feuerwehr erstellt, der von allen Kameraden anonym ausgefüllt und abgegeben werden kann. Eine solche Aktion hat es noch nie gegeben und man ist stolz darauf, so etwas in Hude umsetzten zu können. Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf zeigte sich ebenfalls stolz auf seine Huder Feuerwehrangehörigen, die im vergangenen Jahr ein buntes Einsatzspektrum absolviert haben. Sturm Xavier war im letzen Jahr eine große Naturgewalt, die im Landkreis Oldenburg für 1200 Einsätze gesorgt hat. Leider lief der Großteil der Einsätze nicht über die Großleitstelle in Oldenburg, die wegen Überlastung an diesem Sturmtag zwei Stunden lang gar nicht mehr zu erreichen war. Hier erhofft er sich noch Verbesserungen. Aber die Huder Kameraden haben ihre Führungsstellen besetzt und konnten alle Einsätze bestmöglich koordinieren. Unter den 202 Aktiven in der Gemeinde Hude sind zu Zeit auch 87 Atemschutzgeräteträger, was eine beeindruckende Zahl sei, auf der man sich aber nicht ausruhen sollte, so Hattendorf. Er wünschte den Kameraden, immer gesund ihren Einsätzen zurück zu kommen, denn dies sei keine Selbstverständlichkeit. In der vergangenen Woche sind beim Orkantief Friederike zwei Feuerwehrleute im Einsatz ums Leben gekommen. Als Zeichen der Anteilnahme befindet sich an allen Huder Feuerwehrfahrzeugen Trauerflor. Gute Nachrichten brachte Birthe Meidl von der Öffentlichen Versicherung, die darauf hinwies, dass es nun keinen obligatorischen Scheck für die drei Huder Feuerwehren mehr gibt. Stattdessen wird das Geld nun direkt überwiesen und der Betrag auf 300 Euro erhöht. Auch Meidl betonte, dass es nicht selbstverständlich ist, dass Menschen ihre Freizeit und Gesundheit für andere opfern. Erfreulich sei, dass die Menschen, die Schaden erlitten haben und die Feuerwehr erforderlich war, immer voll des Lobes für die schnelle zuverlässige Arbeit der Feuerwehren sind. Im weiteren Verlauf der Versammlung standen die Wahl des Ortsbrandmeisters und seines Stellvertreters auf der Tagesordnung. Andreas Wicht und sein Stellvertreter Stephan Schütte stellten sich zu Wiederwahl. Beide wurden einstimmig bei je einer Enthaltung wieder gewählt. Wenn der Gemeinderat dieser Wahl erneut zustimmt, sind beide für weitere sechs Jahre in ihren Ämtern. Zum Kassenprüfer für 2018 wurde Maik Huntemann gewählt. Desweiteren wurden im Rahmen der Versammlung zahlreiche Beförderungen durchgeführt. Tim Haverkamp wurde zum Feuerwehrmann und Anke Rüdiger sowie Nicole Sudhop wurden zu Feuerwehrfrauen ernannt. Sabrina Borchers, Janin Sudhop und Stefanie Köhrmann wurden zu Hauptfeuerwehrfrauen befördert. Niklas Wiese und Marcel Deharde sind nun Hauptfeuerwehrmänner. Zum ersten Hauptfeuerwehrmann wurde Günther Deharde befördert. Stephan Kaiser ist ab sofort Oberlöschmeister. Aufgrund von Erreichen der Altersgrenze ist Werner Osterloh in die Altersabteilung übergetreten und erhielt als Dank für seine Tätigkeit die Ehrennadel in Silber vom Oldenburgischen Feuerwehrverband. Die Verdienstmedaille des Landesfeuerwehrverbandes für 50- jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr erhielt Wilhelm Voß. Den goldenen Funkmeldeempfänger für die meisten Arbeitsstunden (Führungspersonal ausgenommen) erhielt zum dritten Mal in Folge Hendrik Claußen für 326, 7 Stunden. In seinem Ausblick auf 2018 wies Andreas Wicht darauf hin, dass es noch in diesem Jahr eine Ausschreibung für einen neuen Mannschaftstransportwagen geben wird. Mit etwas Glück könnte der VW Bus T6 noch vor Weihnachten ausgeliefert werden. Auch die Anschaffung eineS neuen Anhängers für die Feuerwehr Altmoorhausen ist in Planung. Zum Abschluss der Sitzung erhielt Wicht für seine Feuerwehr noch Präsente. Zum einen von Heinz Schütte, der zwei Bilderrahmen mit Bildern aus der sechziger Jahren überreichte, auf denen frühere Kameraden sowie ein Feuerwehrfahrzeug abgebildet sind. Der Förderverein der Feuerwehr Altmoorhausen überreichte Wicht zwei Teleskopsägen, die nun bei Einsätzen genutzt werden können. Wicht dankte dem Förderverein für seine Unterstützung, genauso wie Politik und Verwaltung in der Gemeinde Hude sowie vor allem den ehrenamtlichen Helfern für ihre geleistete Arbeit.

Text und Bilder: Tanja Konegen / GPW